Fahrradtypen

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  • City-Bike / Urban-Bike

    Das City- oder Urban-Bike ist, wie der Name schon sagt, speziell für die Nutzung in der Stadt, aber auch für kleinere Ausflüge konzipiert und wird mit Reifengrößen von 26 und 28 Zoll angeboten. Es ist mit allen nützlichen und notwendigen Komponenten wie Gepäckträger, Lichtanlage und Radschützern ausgestattet. Die Mehrheit der angebotenen City-Bikes verfügt über eine Nabenschaltung mit Rücktrittbremse. Die Entwicklung gerade dieses Fahrradtyps ist in den letzten Jahren sehr schnell vorangeschritten.

    Neben dem Einbau von Federungssystemen in der Vorderradgabel, gehören inzwischen gefederte Sattelstützen fast schon zur Standardausstattung. Der Fahrkomfort hat hierdurch ganz erheblich zugenommen und damit auch der Fahrspaß. Zusätzlich können diese Fahrräder durch hochwertige Komponenten wie zum Beispiel Nabendynamos, hydraulische Bremsen und höhenverstellbare Lenkervorbauten aufgewertet werden.

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  • Trekking-Bike

    Trekking- oder auch Reiseräder sind, wie auch die City-Bikes, mit allen Komponenten und Zubehörteilen ausgerüstet, die für die Nutzung auf öffentlichen Straßen und zum Transport von Gepäck erforderlich sind. Die Reifengröße ist mit 26-28 Zoll auf die Bedürfnisse zugeschnitten, neben längeren Touren auch mal abseits der befestigten Straßen fahren zu können. Mit der Auswahl der Reifen, grob- oder feinstollig, besteht die Möglichkeit eine Anpassung an das überwiegende Einsatzgebiet vorzunehmen.

    Im Gegensatz zum City-Bike sind Trekking-Bikes überwiegend mit 24 oder 27 Gang-Kettenschaltungen oder 14 Gang-Nabenschaltung ausgerüstet.

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  • ATB

    Das ATB unterscheidet sich vom MTB durch die zusätzliche, serienmäßige Ausstattung nach StVZO. Bedingt durch diese Zusatzkomponenten und dem damit verbundenen höheren Gewicht, ist weniger die sportliche Nutzung vorgesehen. ATB sollen die Vorteile eines MTB im Gelände mit der alltäglichen Nutzung auf der Straße verbinden.

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  • Rennrad / Fitness-Bike

    Das Rennrad ist in seiner gesamten Konstruktion auf das Erreichen möglichst hoher Geschwindigkeiten auf der Straße ausgelegt. Dies zeigt sich in der besonders leichten, jedoch verwindungssteifen Rahmenkonstruktion, den schmalen, fast profillosen, rollwiderstandsoptimierten 28 Zoll-Rädern, dem Rennlenker und dem geringen Gesamtgewicht. Eine möglichst gebeugte Sitzposition soll für eine Reduzierung des Luftwiderstandes sorgen. Auch bei den Rennrädern hat eine sprunghafte technische Weiterentwicklung stattgefunden. Insbesondere im Schaltungsbereich (bei Verwendung von 10-fach-Gruppen mit bis zu 30 Gängen), aber auch bei anderen Komponenten wie Felgen und Reifen. Rennräder sind aufgrund des Einsatzzweckes nicht mit Beleuchtungs-Einrichtungen ausgestattet.

    Das Fitness-Bike ist eine Fahrrad-Kategorie, die sich in den letzten Jahren neu etabliert hat. Es verbindet in seinen Grundzügen den Sitz- und Fahrkomfort eines Mountainbikes mit dem dynamisch sportlichen Fahren eines Rennrades. Fitness-Bikes sind mit einer Ketten- oder Nabenschaltung ausgestattet, um die Trittfrequenz möglichst in allen Geschwindigkeitsbereichen konstant halten zu können. Die Bereifung liegt mit einer Breite von 28 mm bis 37 mm unterhalb der Dimensionen des Mountainbikes und sorgt damit für einen geringeren Rollwiderstand.

    Eine Fahrrad-Kategorie, die den sportlichen Rahmen des Mountainbikes mit den Vorteilen einer 28 Zoll-Bereifung verbindet ist das Cross-Bike. Durch die größeren Räder eignet es sich besser zu Trainingszwecken auf der Straße, kann jedoch auch im leichten Gelände eingesetzt werden. Bei der Nutzung auf öffentlichen Straßen muss auf eine Ausstattung entsprechend der StVZO-Anforderungen geachtet werden. (Beleuchtung, Reflektoren, Klingel)

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  • Mountain-Bike

    Seit Ende der 80er Jahre nimmt das MTB einen großen Marktanteil im Fahrradangebot ein. Mit einer Reifengröße von 26, 27,5 oder 29 Zoll, grobstolliger Bereifung, Kettenschaltung und einer sportlichen Sitzposition ist es für den Gelände-Einsatz konzipiert. Dabei hat sich die verwendete Technik in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Neben Ausführungen mit Federgabel (hard-tail) gibt es vollgefederte MTBs (full suspension). Auch die Rahmengeometrie und das verwendete Material haben sich gewandelt.

    V-Brakes, Scheibenbremsen und hochwertige Lenker- und Sattelkomponenten ermöglichen eine zusätzliche Anpassung der Produkte an die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen. Da diese Fahrräder für die Nutzung abseits von öffentlichen Straßen vorgesehen sind, ist keine Ausstattung nach StVZO vorhanden. Diese muß nachträglich montiert werden, falls auch auf Straßen gefahren werden soll.

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  • Jugendräder

    Diese Fahrräder mit einer Laufradgröße von 20-24 Zoll unterscheiden sich, außer durch die Größe, kaum noch von Fahrrädern für Erwachsene. Jugendfahrräder werden bereits in allen erdenklichen Ausführungen und Ausstattungen angeboten. Es gibt sie als MTBs, ATBs, Trekking-, City- und Rennräder. Die Komponenten für Bremsen und Schaltung sollten jedoch auch hier auf die spezifische Nutzergruppe abgestimmt sein. Es ist darauf zu achten, dass Jugendfahrräder der Größe des Kindes/Jugendlichen entsprechen und, falls diese auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden sollen, mit einer kompletten Ausstattung nach StVZO (Beleuchtung, Reflektoren, Klingel, etc.) ausgerüstet sind.

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  • E-Bikes

    Fahrräder mit einem unterstützenden Elektroantrieb, kurz E-Bikes, haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Bei diesen Fahrrädern befindet sich in der Vorderrad- oder Hinterradnabe bzw. dem Tretlager ein Elektromotor, der durch eine Batterie mit Energie versorgt wird. Die vom Fahrradfahrer aufgebrachte Pedalkraft wird von diesem Elektromotor unterstützt, so dass auch Steigungen oder Gegenwind kein Problem mehr darstellen. E-Bikes sind aus der EU-Betriebserlaubnis ausgenommen, gelten also als Fahrräder, wenn eine maximale Nenndauerleistung von 250 Watt und eine Höchstgeschwindigkeit mit Motorunterstützung von 25 km/h nicht überschritten werden. Wenn diese Grenzwerte eingehalten werden, ist weder eine Versicherung noch ein Führerschein oder Helm erforderlich. 

    Schnelle E-Bikes

    Wie beim E-Bike wird beim schnellen E-Bike der Motor nur aktiv, wenn getreten wird. Der Unterschied zum E-Bike besteht beim Motor, der bis 500 Watt Leistung unterstützen darf, und der Geschwindigkeit: Beim schnellen E-Bike unterstützt der Motor bis maximal 45 km/h. Als Kleinkraftrad darf das schnelle E-Bike nach aktueller Rechtsauffassung nicht auf Radwegen fahren, ebenso sind Straßen, die nur für Fahrräder freigegeben sind, tabu.

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  • Kinderräder

    Bei Kinderfahrrädern handelt es sich um Fahrräder mit einer Laufradgröße von 12 – 20 Zoll. Diese Fahrräder sind nicht mit Beleuchtungseinrichtungen und Reflektoren nach StVZO ausgestattet und dürfen deshalb nicht auf der Straße benutzt werden. Generell müssen Kinder bis zu einem Alter von 8 Jahren den Gehweg benutzen. Kinder zwischen 8 und 10 Jahren dürfen den Gehweg mit dem Fahrrad benutzen. Das Angebot an solchen Fahrrädern ist vielfältig. Beim Kauf sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Fahrradgröße zum Kind passt. Als Regel gilt, dass das Kind auf dem Sattel sitzend sicher mit dem gesamten Fuß auf dem Boden stehen kann. Bei der Ausstattung muss auf sicher funktionierende Bremsen und kindgerechte Komponenten Wert gelegt werden, die der Greifweite und den Greifkräften von Kinderhänden entsprechen.

    Dies gilt vor allem für die verwendeten Bremshebel. Die Kinderspielfahrräder bis zu einer max. Sattelhöhe von 435 mm fallen in den Geltungsbereich der europäischen Spielzeugrichtlinie und müssen mit einem CE-Zeichen versehen sein. Zum Erlernen des Radfahrens können Stützräder verwendet werden.

    Bei Kinderstraßenfahrrädern handelt es sich grundsätzlich um Kinderräder, wie zuvor beschrieben. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Ausstattung mit einer Beleuchtungsanlage und Reflektoren nach StVZO. Dennoch gilt, dass Kinder bis zu einem Alter von 8 Jahren nicht auf öffentlichen Straßen fahren dürfen, sondern den Gehweg benutzen müssen.

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  • Sonstige Typen

    Neben den bereits beschriebenen Fahrrad-Typen gibt es noch eine Vielzahl weiterer spezieller Produkte, die an dieser Stelle nur kurz aufgezählt werden sollen:

    Im sportlichen Bereich ist das BMX-Fahrrad zu nennen, das in vielen verschiedenen Ausführungen angeboten wird.

    Speziell zur Lastenbeförderung werden Lastenräder wie zum Beispiel Post- oder Bäckerräder angeboten. Diese spielen im urbanen Lieferverkehr eine immer wichtigere Rolle.

    Daneben ist sicherlich neben dem breiten Angebot an Falträdern, die in den letzten Jahren sehr stark an Marktbedeutung zugenommen haben, das Tandem zu nennen. 

    Liege- oder Sesselräder sind noch immer eine eher seltene Erscheinung im Straßenverkehr. 

    Für die speziellen Bedürfnisse von behinderten Menschen gibt es eine Vielzahl von sehr individuell gestalteten Behindertenrädern, deren Anschaffung zum Teil von den Krankenkassen bezuschusst wird.